Die Entscheidung für einen Hund
Die Entscheidung für einen Hund sollte gut durchdacht sein. Es ist wichtig, dass Sie bereit sind, sich voll und ganz auf Ihren neuen Familienmitglied einzulassen. Ein Hund benötigt Ihre Aufmerksamkeit und Fürsorge rund um die Uhr - 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche.
Erfahrung und Geduld
Als zukünftiger Hundebesitzer sollten Sie Erfahrung mit Hunden haben oder bereit sein, sich in die Bedürfnisse und Verhaltensweisen von Hunden einzuarbeiten. Geduld und Verständnis sind wichtige Eigenschaften, um Ihrem Hund ein gutes Zuhause zu bieten.
Finanzielle Planung
Es ist auch wichtig, dass Sie sich die Anschaffungskosten und laufenden Unterhaltskosten für Ihren Hund leisten können. Ein Hund kann sehr teuer sein, daher sollten Sie sich über die Kosten im Klaren sein, bevor Sie sich für einen Hund entscheiden.
Ein vollwertiges Familienmitglied
Ein Hund ist ein vollwertiges Familienmitglied und sollte auch so behandelt werden. Wir möchten sicherstellen, dass unsere Welpen in ein liebevolles und verantwortungsvolles Zuhause kommen. Deshalb legen wir großen Wert darauf, unsere zukünftigen Hundebesitzer persönlich kennenzulernen.
Es freut mich sehr, dass Sie unsere Zucht entdeckt haben und Interesse an einem unserer Welpen zeigen! Ich bedanke mich für Ihr Interesse an unserer Arbeit.
Um Ihre Fragen zu beantworten und mehr über unsere Welpen zu erfahren, würde ich mich sehr freuen, wenn wir ein Telefonat vereinbaren könnten. Wir können gerne einen passenden Termin und Uhrzeit in der nächsten Zeit finden, der für Sie und mich passt.
Zur Zeit sind alle Welpen vergeben. Wir planen für Ende April einen Wurf, da wäre die Abgabe im Juli/August 2026.
Wenn die Rahmenbedingungen für alle stimmen, würde ich Sie gerne persönlich bei uns zu Hause begrüßen, damit Sie unsere Hunde kennenlernen und sich von unserer Zucht überzeugen lassen können.
P.S. schauen Sie auch auf unserem Instagram, ob wir für Sie der richtige Züchter sind.
* Bei der Gewichtsangabe handelt es sich um eigene Erfahrungswerte aus der Welpenaufzucht.
Wir können Ihnen kein Endgewicht garantieren.
Impfung/ Wurfabnahme
Unsere Welpen bekommen im Alter von etwas 10 Wochen Ihre Grundimmunisierung, werden gechipt und es erfolgt die Wurfabnahme durch unseren Tierarzt.
Unsere Kleinen sind bei der Abgabe
entwurmt, geimpft und gechipt.
Die neuen Eltern bekommen von uns ein Gesundheitszeugnis, einen EU-Heimtierausweis und eine Ahnentafel (beim Bolonka Zwetna) bzw. ein Abstammungszertifikat von FERGEN
(bei Maltiboo) und dürfen ab der Vollendung der
12. Lebenswoche ausziehen.
Für einen guten Start im neuen Zuhause bekommen die Kleinen ein Starter-Paket
sowie das gewohnte artgerechte Futter
von uns mit.
Präge- und Sozialisierungsphase
Des Öfteren wird mir die Frage gestellt weshalb unsere Welpen nicht schon ab der 8. Lebenswoche abgegeben werden. Das wäre doch genau der richtige Zeitpunkt um den Welpen „zu erziehen“.
In der Kynologie gilt die Zeit bis zum 4. Monat als das wohl wichtigste Zeitfenster für Sozialisation, für soziales Lernen.
Wenn wir die Welpenentwicklung genauer betrachten, sind die kleinen, erst völlig hilflosen Wesen bis zur ca 4. Woche fast ausschließlich mit fressen, schlafen, schlafen im Kontakt mit den Welpengeschwistern, laufen lernen usw beschäftigt. Erst dann fangen sie langsam an aktiv miteinander zu spielen.
Die Hundemutter erzieht die Welpen nun auch, indem sie anfängt den Welpen das Gesäuge zu verwehren. Das sind erste von der Hündin "bewusst herbeigeführte" Frustrationserlebnisse.
Wenn wir uns überlegen, dass viele Welpen schon mit der 8. Woche in eine Menschenfamilie ziehen, dann frage ich mich, ob drei bis vier Wochen innerartliche Sozialisation reichen? Zudem mit der immens hohen Erwartung, für uns Menschen ein guter Hund, Familienhund und Kamerad zu werden.
Mit 8-10 Wochen sind die Welpen noch so sehr mit sich und ihren Bedürfnissen beschäftigt, wie sollten sie da im Ansatz menschlichen Erwartungen gerecht werden, geschweige denn diese erfüllen können?
Eine intensive Präge- und Sozialisierungsphase des Welpen ist für seine spätere Entwicklung unentbehrlich. Aus dem Grund geben wir unsere Welpen altersgerecht frühestens nach der Vollendung der 12. Woche - gerne auch später - in der Mitte der Sozialisierungsphase - ab. So kann der Welpe dadurch genügend Zeit mit seiner Mama und seinen Geschwistern verbringen und sich danach in seine neue Familie einleben, wo er bereits früh spielerisch lernt Regeln einzuhalten.
Ein Blick auf die Entwicklungsphasen Ihres Welpen hilft:
1.-14. Tag: neonatale Phase - Die Welpen sind noch blind und taub, der Geruchsinn ist schlecht ausgebildet. Alle Aktivitäten der Welpen beziehen sich auf die Nahrungsaufnahme, das Wachstum und das Schlafen.
15.-21. Tag: transitionale Phase - Die Augen und Ohren öffnen sich. Der Welpe beginnt seine Umwelt wahrzunehmen. Die ersten Lernerfahrungen werden gesammelt. Die ersten Sozialspiele mit den Wurfgeschwistern finden statt.
3.-18. Lebenswoche: sensible Phase :
Erweiterte Sinneswahrnehmungen
und motorische Fähigkeiten werden ausgebaut.
Das Verhalten wird „auf die Festplatte geschrieben“.
Es finden Sozialisierungs- und Habituationsprozesse gleichzeitig statt.
Es handelt sich um eine wichtige Phase für die spätere Stressbelastbarkeit des Hundes.
Sozialisierungsphase - Gewöhnung an belebte Umwelt - das Kennenlernen von Artgenossen, Menschen und anderen Tieren, mit denen der Welpen später leben wird. Die Welpen spielen viel in dieser Phase um soziale Verhaltensweisen einzuüben und für das spätere Miteinander zu trainieren. Auch das Angriffs- und Jagdverhalten werden zunehmend geübt.
Nun müssen Regeln aufgestellt werden. Anfangs übernimmt diese Aufgabe das Muttertier, später der Mensch. Das Rangordnungsverhalten wird erlernt.
Das Lernen erfolgt besonders gut im Spiel.
Habituation - Gewöhnung an die unbelebte Umwelt (z.B. Straßenverkehr, Geräusche oder Gegenstände). Gerade in dieser Phase ist es besonders wichtig für den Hund positive Erfahrungen machen zu können.
Keine Überforderung in dieser Zeit!
Achtung Mythos Welpenschutz! Damit ist nur der Welpenschutz innerhalb seiner Familie gemeint. Trifft nicht auf fremde erwachsene Artgenossen zu!
Ab dem 4. Lebensmonat bis zum Eintritt der Geschlechtsreife: juvenile Phase
Zahnwechsel - Verstärkter Juckreiz auf der Kieferleiste führt dazu, dass der Junghund auf irgendwelchen Sachen rumkaut oder das Holz zerbeisst. Hier wäre es wichtig dem Tier den Zahnwechsel zu erleichtern in dem man geeignetes Kaumaterial anbietet!
5.-6. Lebensmonat: Rudelordnungsphase - Dem Hund muss seine Stellung im Familienrudel gezeigt werden. Ab diesem Alter könnte der Besuch einer Hundeschule sinnvoll sein. Seinen Sie kritisch bei Ihrer Wahl, hören Sie auf Ihr Bauchgefühl.
7.-12. Lebensmonat: Pubertätsphase -Die „Trotzphase“ beginnt und in der Erziehung ist nun Konsequenz gefragt.
Markierverhalten bei Rüden und die erste Läufigkeit bei der Hündin setzen ein.
Wichtig! In dieser Zeit gibt es eine zweite Unsicherheits- bzw. Angstphase. Dies ist immer dann der Fall, wenn eine vernünftige Gewöhnung an die belebte und unbelebte Umwelt nicht ausreichend erfolgt ist. Es ist sehr schwer in dieser Phasen die Deprivationsschäden zu korrigieren.
12.-18. Lebensmonat: Reifungsphase - Der Hund wird erwachsen und ist am Ende dieser Phase physisch voll ausgereift.
Sie haben sich in einen unserer Wuschelköpfe verliebt und möchten ihn kennenlernen, dann kann ich Ihnen Folgendes anbieten: Sie nehmen Kontakt mit uns auf und kommen uns ab der sechsten Lebenswoche der Babys besuchen und haben dann genügend Zeit uns, unser Rudel und Ihren Welpen kennen zu lernen. Nach Absprache können Sie gern auch ein zweites oder drittes Mal kommen, um mit ihrem Liebling zu kuscheln oder einen Spaziergang zu machen.